Mediation

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Mediation ist ein alternatives Konfliktregelungsinstrument, das auf den Grundsäulen der Freiwilligkeit, Vertraulichkeit, Eigenverantwortlichkeit sowie Allparteilichkeit basiert.

Vorteile der Mediation

Die MediandInnen (KonfliktpartnerInnen) tragen selbst die inhaltliche Verantwortung für den Mediationsprozess. Sie haben die Möglichkeit, autonom individuell angepasste Entscheidungen und Vereinbarungen zu treffen und in einer Weise miteinander umzugehen, die ihre persönliche Integrität wahrt.

Ziel des Mediationsprozesses ist es, Interessen und Bedürfnisse, die hinter festen/festgefahrenen Positionen der MediandInnen stehen, zu erkennen und zu formulieren. Geschieht dies zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Konfliktentwicklung, kann die Konflikteskalation vermieden werden. Der Konflikt wird zur Ressource!

MediatorInnen

MediatorInnen sind weder SchiedsrichterInnen noch StreitschlichterInnen, sie sind allparteilich. Sie sind speziell darin geschult, alle Parteien darin zu unterstützen, ihre Interessen zu formulieren und Konfliktregelungen zu finden.

Konstruktives Konfliktmanagement

„Konflikte sind Chancen“

Konflikt hat in unserem Sprachgebrauch zu Unrecht einen fast ausschließlich negativen Beigeschmack- dahinter steht die Illusion , dass es möglich und sinnvoll ist, Menschen das aggressive Potential „abzugewöhnen“. Aggression ist – sofern nicht destruktiv eingesetzt – für unser physisches und psychisches Überleben ein unersetzbares Energiepotential. Aggression darf nicht unterdrückt, sondern muss konstruktiv kanalisiert werden. Passive und aktive Konfliktfähigkeit im Rahmen jeder zwischenmenschlichen Kommunikation sind Eckpfeiler sozialer Kompetenz.

Der konstruktive Umgang mit Konflikten und Aggressionen ist oft ein zu behandelndes Thema in Trainings- wie auch in Coachingprozessen. Konflikte werden häufig aufgrund der subjektiv erlebten Bedrohung unterdrückt und eskalieren dann in Krisensituationen, die somit noch verschärft werden.

Konflikte beeinträchtigen

  • die Wahrnehmungsfähigkeit und verzerren die Sicht auf die Probleme. Es kommt zu selektiver Aufmerksamkeit, die sich auf mögliche Gefährdungen konzentriert;
  • die Raum- und Zeitperspektiven, d. h. Betroffene können komplexereZusammenhänge schwer durchschauen; das verleitet zur Simplifizierung der situativen Gegebenheiten;
  • das Gefühlsleben im Sinne einer erhöhten Empfindlichkeit;
  • in der Folgekönnen wachsendes Misstrauen, die Steigerung ambivalenter Gefühle sowie die Senkung der Empathie- Fähigkeit auftreten
  • das Willensleben, d. h., es kommt zur einseitigen Fixierung auf „Interessen“.

Alle genannten Faktoren wirken innerlich, werden aber durch äußerlich sichtbares (aggressives) Verhalten oder bei äußerlich verborgener Wirklichkeit über Intuition wahrgenommen.(Glasl,1994, S.34ff)

„Sich einem Konflikt stellen“ bedeutet die Chance, Probleme zu lösen, Klärungen zu finden und Selbstwertsteigerung sowie persönliches Wachstum zu erfahren.

Coaching kann den Prozess der Selbstreflexion unterstützen, um

  • aufgetretene Verzerrungen aufzuzeigen, zu klären und zu korrigieren

  • destruktive Mechanismen zu erkennen und zu entkräften

  • Klarheit über bewusste und unbewusste Absichten zu schaffen

  • negative Folgen des Verhaltens zu sehen, um dann Schritt für Schritt konstruktives Handeln einzuleiten und dafür Verantwortung zu übernehmen

  • die Empathiefähigkeit wieder zu steigern,

aber auch im Sinne von Primärmaßnahmen eine Schulung der kommunikativen Fähigkeiten in Form von eingebauten Trainingselementen in Angriff zu nehmen.